Obst- und Gartenkultur Vorarlberg

Most-Saison im Ländle beginnt

In den nächsten Tagen startet in Vorarlbergs Mostereien die Hauptsaison. Wer also gerne frischen Süßmost mag oder Obst pressen lassen möchte, sollte nicht zögern.
Durchschnittliches Mostobstjahr

Nach dem ungewöhnlich ertragreichen Mostobstjahr 2018 gönnen sich manche Apfel- und Birnenbäume heuer eine Verschnaufpause. Im Leiblachtal und im Walgau hat es in der Blütezeit auch Frosttage gegeben, die einige Blüten geschädigt haben. Dennoch sind überraschend viele Bäume gut gefüllt mit Früchten. Somit kann insgesamt mit einer normalen Erntemenge gerechnet werden. Gut für die Ausprägung des Aromas waren die kühlen Tage oder Nächte in der zweiten Augusthälfte.

Eigenes Obst und keine Presse?

Wer hochwertiges Mostobst hat, selbst aber keine Presse besitzt, kann es an heimische Moste­-
reien verkaufen, wo vor allem Äpfel immer gefragt sind. Man kann das Obst auch anliefern und gegen eine geringe Gebühr pressen lassen. Pro Liter Saft wird etwa 1,3-1,5 kg Obst gebraucht. Das Obst muss ausgereift, sauber, gesund und frei von Fremdstoffen wie Holz, Steinen etc. sein.

Natürlich kann man vielerorts auch den fertigen Süßmost und ab Ende Oktober den neuen Most kaufen.

Der Landesverband Obst- und Gartenkultur Vorarlberg betreibt seit 2015 eine Obstbörse, die heuer bereits in 27 Ortschaften läuft. Hier werden Obstbesitzer und Obstsuchende zusammengebracht. Näheres unter www.ogv.at.

Adressen von Mostereien gesucht?

Eine entsprechende Liste kann bei der Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Bereich Obst/Garten & Direktvermarktung: (T 05574/400-232, E-Mail: obst-garten@lk-vbg.at) angefordert oder auf der Homepage der Landwirtschaftskammer (http://vbg.lko.at) herunter geladen werden.

Süßmost oder Gärmost?

Der unvergorene Süßmost enthält die wertvollen Inhaltsstoffe der Früchte, so dass Apfelsaft, wie auch der Apfel selbst, Herz- und Krebserkrankungen entgegenwirken kann, während Birnensaft, wie die Birne, die Aufnahme von Spurennährstoffen fördert und die Gehirnleistung ankurbelt.

Neben Apfel- und neuerdings - wie im Mostviertel üblich - Birnenmosten werden mancherorts auch rote Fruchtweine und Süßmoste angeboten, die durch den Zusatz von Kirschen- oder Holundersaft gewonnen werden. Auch prickelnde, erfrischende Obstschaumweine oder Cider sind im Sommer sehr gefragt.

Naturtrüb oder klar?

Beide Arten von Süßmosten sind grundsätzlich gesund. Naturtrübe Fruchtsäfte enthalten mehr sekundäre Inhaltsstoffe und wirken verdauungsfördernd. Sie sind einfacher herzustellen. Klare Fruchtsäfte sind gefiltert, haben die hellere Farbe und das etwas frischere Aroma.

Flaschen oder Kartons?

Neben den gängigen Glasflaschen gibt es vor allem den Süßmost auch in sog. "Bag in Box"-Gebinden mit 5 oder 10 Liter Inhalt. Dabei handelt es sich um Kartons, die einen gefüllten Plastiksack mit Zapfhahn enthalten. Lässt man Saft ab, schrumpft der Sack im Inneren zusammen. Es kommt keine Luft und somit keine Pilzsporen hinein, die den Saft zum Verderben bringen könnten. So bleiben auch angebrochene Bag-in-Box-Gebinde noch längere Zeit frisch.

Kontakt: Bertram Nachbaur, Obmann des Vorarlberger Mostsommelier-Vereins,
T 0664/1342855

Pressestelle: Bernhard Ammann, T 05574/400-441, F 05574/400-600, presse@lk-vbg.at

Artikel teilen

Teilen auf Facebook
Teilen auf Google+
Teilen auf Twitter
Teilen via E-Mail

Obst- und Gartenkultur Vorarlberg

Unsere über 15.000 ehrenamtlichen Mitglieder sind in 66 Ortsvereinen dem Verband für Obst- und Gartenkultur angeschlossen.

6842 Koblach, Wegelersfeld 10a
E-Mail an den OGV
Bankverbindung: Sparkasse Feldkirch
IBAN: AT15 20604 0310 1173 080
BIC: SPFKAT2BXXX

Sponsoren des Landesverbandes

SCHMIDT´S Handelsgesellschaft mbH
Bucherverlag
Sparkasse
VKW Oekostrom
SPAR-
Klien Maschinenhandel
Vorarlberger Gärtner und Floristen
LFI
Peter Dach
Branner Kompostwerk